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Geschichte der Feuerwehrschule in Nardt

Die Geschichte der heutigen Landesfeuerwehrschule Sachsen beginnt im Jahr 1973. Die Gründung der Feuerwehrschule Nardt erfolgte am 15. Mai 1973 offiziell obwohl bereits mit Wirkung vom 1. Mai 1973 neues Personal aus den Feuerwehren an die Feuerwehrschule versetzt. Gleichzeitig wurden die die Feuerwehrschulen in Leipzig und Hoyerswerda aufgelöst und die Feuerwehrschule Hoyerswerda wurde zur Außenstelle der neuen Schule in Nardt.

Befehl zur Errichtung der Feuerwehrschule

(© LFS Sachsen)

Eröffnungappell

(© LFS Sachsen)

Nach einigen kleinen Umbaumaßnahmen, der Neu- und Umgestaltung von Lehrunterlagen und einigen anderen Änderungen, wurde der zu dieser Zeit an der Feuerwehrschule in Hoyerswerda laufende Lehrgang übernommen und abgeschlossen.
Die neuen Studienpläne für die Dienstanfängerausbildung, Gruppenführer und Maschinisten (drei Lehrgangsarten) wurden bis zum Oktober 1973 schrittweise mit Einführung der Lehrgänge erarbeitet und in Kraft gesetzt.
Zur Erfüllung der Aufgaben wurde neues Lehr- und Ausbildungspersonal eingestellt. Als erste Baumaßnahme wurde ein Garagenkomplex errichtet.

Die neue Fahrzeughalle

(© LFS Sachsen)

Zur Erhöhung der Kapazität der Feuerwehrschule  wurde als zeitweiliges Provisorium ab 1977 eine Leichtbauunterkunft, das heutige Haus G, errichtet.

Provisorische Unterbringung - Haus G

(© LFS Sachsen)

Ab 1979 standen dann 224 Betten zur Verfügung und es wurde in acht Klassen parallel ausgebildet. Bis Ende 1990 wurden ca. 8500 Dienstanfänger, Gruppenführer und Maschinisten ausgebildet.

Im Herbst des Jahres 1989 begann, wie in vielen Bereichen, auch für die Feuerwehrschule in Nardt eine Zeit des Umbruchs und der Erneuerung. Es war eine spannende Zeit, die zugleich eine große Herausforderung für alle wurde. Die vielen neuen Aufgaben wurden geordnet und die neue Struktur der Feuerwehrschule festgelegt.

Gleichzeitig wurde im Laufe des Jahrs 1990 begonnen, das Personal der Feuerwehrschule drastisch zu verringern. Von ehemals 115 Angehörigen des Personals verblieben Anfang 1991 noch 88 Beschäftigte. In den folgenden Jahren verringerte sich der Personalbestand bis auf 46 und vier Anwärterstellen im Jahr 2007.

 

Mit Wirkung vom 01.01.1991 wurde die Feuerwehrschule Nardt als Einrichtung des Freistaates Sachsen weitergeführt und zur Landesfeuerwehrschule Sachsen.

Schreiben des Sächsischen Staatsministerium des Innern zur Überführung der Feuerwehrschule auf den Freistaat Sachsen

(© LFS Sachsen)

Wir machten uns 1990 an die Arbeit und bereiteten für 1991 die ersten Lehrgänge für Freiwillige Feuerwehren vor. 15 verschiedene Lehrgangsarten für die Feuerwehren wurden angeboten. Der Bedarf an Lehrgangsplätzen für diese Lehrgänge wurde ermittelt. Die Bettenzahl wurde auf 140 neu festgelegt. Aus Vierbett- wurden Zweibettzimmer und aus Zweibett- wurden Einbettzimmer.

Das Leistungsprofil der Landesfeuerwehrschule verbesserte sich von Jahr zu Jahr. Standen bis 1990 drei Lehrgangsarten für Berufsfeuerwehren als Angebot zur Verfügung, so bietet die Landesfeuerwehrschule jetzt den Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren heute ca. 80 verschiedene Lehrgangsarten zur Aus- und Fortbildung an.
Seit 1996 werden die Angehörigen der Berufsfeuerwehren im mittleren und gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst nach den geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen ausgebildet.
Seit 1999 ist der Landesfeuerwehrschule die Ausbildung der Mitarbeiter im Katastrophenschutz übertragen wurden. Diese Ausbildung umfasst bis heute bereits 15 verschiedene Lehrgangsarten der oben genannten. Vieles wurde seit 1991 verändert.
Als erstes wurden die Unterrichtsräume und die Unterkunftszimmer der Lehrgangsteilnehmer mit neuen Möbeln ausgestattet. Danach die Arbeitszimmer des Personals und die anderen Bereiche.
Für die Ausbildung stehen heute ca. 30 Fahrzeuge mit feuerwehrtechnischer Beladung, Mannschaftstransportfahrzeuge und Anhänger zur Verfügung.

Neue Feuerwehrtechnik

(© LFS Sachsen)

Neue Feuerwehrtechnik

(© LFS Sachsen)

Systematisch wurde die Technik und Ausrüstung beschafft, die für die weitere Profilierung erforderlich war. Vorrangig wurden die Geräte für die Technische Hilfe, die Atemschutz-, Strahlenschutz- und Gefahrgutausbildung beschafft.
Die uns zur Verfügung gestellten Finanzmittel wurden sparsam und zielgerichtet eingesetzt.
Innerhalb von zwei Jahren wurde ein Leistungsniveau in der theoretischen und praktischen Ausbildung das erforderliche Niveau erreicht. Die Lehrgangsteilnehmer wurden an den modernsten und neuesten Geräten aus- und fortgebildet.

Die Unterrichtsräume wurden mit modernen Lehr- und Lernmitteln ausgestattet. Video- und Computertechnik steht in jedem Unterrichtsraum zur Verfügung.
Die Geräte, Ausrüstungen und Fahrzeuge für den Unterricht und die Ausbildung entsprechen den modernen Ansprüchen und werden ständig der technischen Entwicklung angepasst.

Unterrichtsraum Atemschutz

(© LFS Sachsen)

Brandsimulationscontainer

(© LFS Sachsen)

Lehrgangsteilnehmer bei der Ausbildung am Brandsimulationscontainer

(© LFS Sachsen)

Der Steigerturm

(© LFS Sachsen)

Im Jahr 2006 wurde an der Landesfeuerwehrschule Sachsen mit dem Um- und Ausbau begonnen. Bis 2009 werden ca. 13,5 Millionen Euro ein neues Lehr- und Verwaltungsgebäude, ein neues Internat, ein neuer Werkstattkomplex mit Garagen investiert, sowie der alte Garagenkomplex saniert und das Einlassgebäude umgebaut.

Modell vom Lehr- und Verwaltungsgebäude mit Mensa und Internat

(© LFS Sachsen)

Ab dem Jahr 2009 sollen im 2. Bauabschnitt ein Brandübungshaus, eine Katastrophenschutzübungsstrecke, eine Bahnübungsanlage, Ausbildungsräume für technische Hilfe und ABC-Ausbildung sowie Übungsflächen gebaut werden.
Hierfür sind nochmals rund 8,5 Millionen Euro geplant.

Marginalspalte

© Landesfeuerwehrschule Sachsen